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Kosten pro Spielstunde

Ein Kunststoffrasenplatz rechnet sich nur bei einer außergewöhnlich hohen Mehrauslastung, da durch die Steigerung der Nutzungsdauer die Kosten pro Spielstunde sinken.

 

Mögliche Nutzungsstunden Kunstrasen

Ein Kunstrasen lässt sich in Theorie rund um die Uhr benutzen. Schaut man sich die Benutzung der Sportplätze genauer an kommt kaum ein Verein auf mehr als 1400 Spielstunden im Jahr.
Die Vereine nutzen den Sportplatz in der Woche von normalerweise von 17:00 bis 22:00 Uhr. Rechnet man diesen Zeiten hoch so kommt man auf ca. 1400 Spielstunden.

Dadurch erreicht ein Verein ohne Schulsport mit dem normalen Trainingsbetrieb bei weitem keine 2000, 2500 oder sogar 3000 Stunden Spielbetrieb.
Um auf die Nutzungsdauer von 2000 Stunden im Jahr zu kommen müsste der Platz jeden Tag 6,5 Stunden genutzt werden.

Mögliche Nutzungsstunden Naturrasen

Der Bespielung einer Naturrasenfläche sind natürliche Grenzen gesetzt. Deshalb sollten für einen moderne Rasenplätze mit DIN Aufbau folgende Nutzungszeiten gelten:

Winterzeit: Nov - März max. 1,5 Std täglich abzüglich der Spielpause
                   = 200 Spielstunden in der Winterzeit

Sommerzeit: April - Okt max. 3,5 Std täglich
                    = 750 Spielstunden in der Sommerzeit

Die maximale Belastung eines Naturrasenplatzes liegt somit bei 950 Spielstunden pro Jahr. Wird diese Spielintensität überschritten, leidet die Qualität des Rasenplatzes darunter und die Spielfläche kann Folgeschäden davon tragen.
 

Kostenvergleich Spielstunde Naturrasen und Kunstrasen

Auf der Basis der jährlichen Gesamtkosten erreicht der Naturrasen einen Kostenfaktor von 44,58 € je Spielstunde.

Diesen Wert erreicht der Kunststoffrasen im Vergleich mit Naturrasen erst bei einer Mehrauslastung von 567 Spielstunden bei 1517 Spielstunden jährlich.

Spieler-Zitat
Richard Golz
Früher in meiner Jugend in Berlin-Tegel haben wir die Woche über auf Kunstrasen trainiert und am Wochenende auf Asche gespielt. Schlimmer geht es eigentlich nicht. Natürlich ist der Kunstrasen von damals nicht mehr mit den heutigen Sorten zu vergleichen. Aber allein der Geruch von Rasen, vorzugsweise von nassem Rasen, ist Motivation genug für mich. Schade, wenn der fehlt, auch wenn man ihn vielleicht künstlich herstellen könnte. Oder das Loch, in dem der Ball verspringt – der Fußball lebt doch vom Unvorhergesehenen. Ich bin immer für echten Rasen.
Quelle: Stadionwelt Nr. 5
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